Anders-Schule

Die Anders-Schule Kiel wird eine demokratische Schule. Das bedeutet, dass die Schüler selbstbestimmt lernen und bei allen Angelegenheiten und Belangen des Schulalltags gleichberechtigt mitbestimmen können.

So haben es auch die Teilnehmer der 13. Internationalen Konferenz über demokratische Bildung in Berlin 2005 in einer Resolution formuliert:

Wir glauben, dass – wo immer es um Bildung geht – junge Menschen das Recht haben,

    • individuell zu entscheiden, was, wie, wo, wann und mit wem sie lernen,
    • gleichberechtigt an Entscheidungen darüber beteiligt zu sein, wie ihre Organisationen – insbesondere ihre Schulen – geführt werden, ob Regeln und Sanktionen nötig sind und gegebenenfalls welche.

In der Anders-Schule Kiel wird es daher keinen Stundenplan geben und keine für alle Schüler verpflichtenden Kurse oder Aktivitäten. Stattdessen werden die Schülerinnen selbst entscheiden, was sie lernen wollen, und wie sie dieses Lernen organisieren. Die Lehrer stehen ihnen dabei jederzeit mit ihrem Rat oder Wissen zur Verfügung, wenn das von den Schülern gewünscht wird. Wenn die Schüler lieber alleine, von Mitschülern, aus Büchern oder Online-Tutorials lernen möchten, so wird das von den Lehrern akzeptiert. Natürlich können sich die Schüler auch in Lern- und Projektgruppen organisieren oder gemeinsame Kurse oder Ausflüge planen. Solche Lernformen werden jedoch von den Schülern angeregt und nicht von den Lehrpersonen vorgeschrieben.

Probleme und organisatorische Fragen des Zusammenlebens und -lernens im Schulalltag werden gemeinsam in der Schulversammlung in soziokratischen (Soziokratie ist eine Form der demokratischen Entscheidungsfindung. In der Soziokratie wird nicht nach dem Mehrheits- sondern nach dem Konsentprinzip entschieden.) Entscheidungsprozessen geklärt. So können verbindliche Verabredungen und Regeln für den gemeinsamen Lernort gefunden werden.

Neben der demokratischen Ausrichtung gibt es weitere Aspekte, die uns in der Anders-Schule Kiel wichtig sind, unter anderem:

    • Umgang mit Konflikten – wir betrachten Konfliktlösung als wichtiges Lernfeld. Der Umgang mit Konflikten in der Schule geschieht in einem sicheren Rahmen und auf der Grundlage gewaltfreier Kommunikation (Restorative Circles, Mediation, No Fault Zone)
    • Teilhabe für alle – die Anders-Schule soll allen Kindern und Jugendlichen offenstehen, unabhängig von Hintergrundfaktoren wie Alter, Herkunft, Förderbedarf etc.
    • Begegnung auf Augenhöhe – Erwachsene und Kinder bzw. Jugendliche begegnen einander als gleichberechtigte Personen und in gegenseitigem Respekt.
    • Individuelle Begleitung – die Schüler werden durch Lehrer und den von jedem selbst gewählten Mentor individuell und ihren Wünschen und Bedürfnissen entsprechend begleitet.

Mehr Informationen können Sie auch in unserem Kurzkonzept  nachlesen.